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Profil

Die JAPAN ART GALERIE – GALERIE FRIEDRICH MÜLLER befindet sich mitten im Galerienviertel der Frankfurter Altstadt gegenüber von dem Museum für Moderne Kunst. In weissen Räumen von einfacher und schlichter Klarheit präsentiert Friedrich Müller erlesene Werke der traditionellen und modernen japanischen Kunst sowie Werke von zeitgenössischen internationalen Künstlern. In der puristischen Atmosphäre seiner Galerie konfrontiert Friedrich Müller in wechselnden Ausstellungen den Besucher mit Skulpturen, Gefässen, Kalligraphien und Malerei, die alle nach dem einen Kriterium von ihm ausgewählt worden sind: Es handelt sich durchgängig um schlichte, reduzierte, im weiteren Sinn minimalistische Kunst. Es sind Gegenstände, mit denen man leben möchte, weil sie das Leben bereichern und intensivieren können.

In ständiger Suche nach der „Kunst“ in den einfachen Dingen – einer gewissen Ausstrahlung und Beseeltheit, die jenseits eines subjektiven und temporären Gefallens liegt, sondern die universell zugänglich ist, die bewegt und lebendig bleibt – ist es Friedrich Müller gelungen, Objekte mit ästhetischen, kulturellen und historischen Hintergründen zu finden. Aus seinen privaten Sammlungen, die im Laufe mehrerer Aufenthalte in Japan zwischen 1973 und 1977 entstanden sind, gründete Friedrich Müller im Dezember 1977 die JAPAN ART Galerie in Frankfurt am Main, zunächst mit dem Schwerpunkt auf „Mingei“, der anonymen japanischen Volkskunst, wie sie von der Yanagi-Philosophie verstanden wurde.

Soetsu Yanagi (1889–1961) gilt zusammen mit Shoji Hamada und dem Engländer Bernard Leach als der Gründer der japanischen Mingei-Bewegung, ein Zusammenschluss von Kunsthandwerkern in Japan mit dem Ziel, einen neuen Standard handwerklicher Produktion gegen den Trend zu technisch-sterilem Industriedesign zu entwickeln. Die Idee einer zeitlosen Ästhetik und Lebendigkeit in den Werken, welche aus der unmittelbaren Umsetzung der schöpferischen Kraft und Inspiration des Künstlers resultiert und weit über bestdurchdachtes Design hinausgeht, führte zu der Entstehung vieler Objekte, bei denen die Künstler anonym blieben und eine klare Trennung zwischen Kunstwerk und Alltagsgegenstand nicht mehr vollzogen werden konnte. So wurde beispielsweise der Teekeramik und den hochwertigen Kalligraphien auf Rollbildern gleichermaßen Bedeutung beigemessen. Friedrich Müllers Sammlerleidenschaft konzentrierte sich vorwiegend auf Objekte aus Holz, Metall, Textil, Stein und Keramik, wobei die schlichten Gegenstände für die Teezeremonie besonders hohen Stellenwert einnahmen.

Wachsender Zuspruch von Menschen, die sich so wohl für die westliche moderne als auch für die reduzierte japanische Kunst interessierten, führte konsequenterweise zur Erweiterung seines Konzeptes auf den Weg zur Berührung mit der zeitgenössischen Kunst.

Ein Schlüsselerlebnis für Friedrich Müller war seine Begegnung mit den Tuschebildern von YU-ICHI, die er 1992 in einer Ausstellung im Azabu Museum in Tokyo sehen konnte. Schon im folgenden Jahr organisierte er eine Ausstellung mit YU-ICHI’s Werken in seiner Galerie und auf der Art Frankfurt. Zu den zeitgenössischen Künstlern gehören TOYODA, den er in den 80er Jahren als Student an der Städelschule kennenlernte. 1986 lernte er in Paris MATSUTANI kennen und Mitte der 90er Jahre kam NASU dazu und JÜRGEN SCHÖN, den er 1994 in der Ausstellung „Ausgewählte Europäer“ im Museum Wiesbaden kennenlernte. 1998 folgte die Begegnung mit YAMANOBE durch Karl Bohrmann und 1999 mit ANDREAS CADERAS.

Seit dem stellte Friedrich Müller im regelmässigem Wechsel die traditionelle und die moderne Kunst aus, baut private Sammlungen auf und organisiert weitere Ausstellungen in Museen. (CW)

Seit Mai 2007 wird die Galerie von Christa Müller geleitet.