Die Galerie Japan Art präsentiert im August eine Gruppenausstellung, die vier herausragende Positionen der zeitgenössischen, minimalistischen Kunst zusammenführt. Die Schau mit Werken von Katsuhito Nishikawa, Yuko Sakurai, Jürgen Schön und Klaus Staudt widmet sich der konsequenten Reduktion sowie dem Zusammenspiel von Licht, Linie, Farbe und Raum.
In einer visuell überreizten Welt setzen die Künstler auf Entschleunigung und das Leise. Das einfallende Tageslicht wird zum aktiven Mitgestalter: Es wandert über die mathematisch präzisen Reliefstrukturen von Klaus Staudt und umfließt die sanften, schwebenden Skulpturen von Katsuhito Nishikawa. Bei Nishikawas geschichteten Wandobjekten aus Plexiglas entfaltet sich durch den Lichteinfall eine besondere Qualität: In der präzisen Schichtung des Materials entstehen subtile, beinahe immaterielle Farbräume von faszinierender Tiefe.
Diese skulpturale Sensibilität setzt sich im Zweidimensionalen fort. Die vielschichtigen, farbigen Oberflächentexturen von Yuko Sakurai, die durch das feine Überlagern von Pigmenten entstehen, harmonieren intensiv mit den neuesten Arbeiten von Jürgen Schön. Der in Berlin und Dresden lebende Bildhauer und Zeichner lotet in aktuellen Arbeiten mit Bleistift, Farbstift und Acryl die Grenze zwischen grafischer Linie und subtil räumlicher Tiefe aus.
Die Ausstellung verbindet westliche Traditionen der Konkreten Kunst mit der ostasiatischen Asthetik des leeren Raums (Ma). Sie lädt zu einem meditativen Rundgang ein, bei dem Geometrie auf Poesie trifft.
