Koichi Nasu: Retrospektive

3 September - 2 Oktober 2021

Anläßlich des 27. Saisonstarts der Frankfurter Galerien zeigen wir Werke von Koichi Nasu.


Koichi Nasu wurde 1947 in Yono-shi (Saitama), Japan, geboren. Von 1968 bis 1972 besuchte er mehrere Kunstschulen in Tokio. Anfang der 70er Jahre entstanden zunächst Ölbilder. Seit 1971 beschäftigt ihn der Dualismus von graphischer und farbiger Raumform, beschränkt auf zwei Dimensionen. 1972 ließ sich Koichi Nasu nach einer Europareise in Deutschland nieder. Als Künstler befand er sich in einer Aufbruchphase, offen für neue Einflüsse aus der westlichen Welt. Von 1973 bis 1979 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Paul Uwe Dreyer. Seinem besonderen Interesse für deutsche Landschaftsstruktur und deren strenger Geometrie nachgehend, fertigte er während des Studiums Rasterbilder, in denen Stadtpläne und Luftaufnahmen in harmonisch klingende Felder überführt wurden, sowie Aquarelle mit scharfen Flächeneinteilungen durch ein Liniennetz aus zwei oder drei Linien, die einen Winkel ergaben. Von 1979 bis 1981 war er Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. Es entstanden Acrylbilder, die später von mit Nessel und Japanpapieren mehrschichtig angelegten Collagen abgelöst wurden. Die Linie, in Polarität gesetzt zu einem imaginären Raum, asymmetrisch geteilt durch Kreuzungen, Winkel oder Diagonalen, bleibt eindeutig der Hauptträger seiner Bilder. 1985 wird Nasu Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. 1987 erhält er ein Stipendium des Kunstfonds e.V., Bonn. Koichi Nasu lebte und arbeitete seit 1992 in Deutschland (Frankfurt/Main) und Japan (Ushiku und Togane). 2003 verstarb Koichi Nasu in Togane, Japan. 2017 eröffnete seine Frau Taeko Nasu den Koichi Nasu Kunstraum im gemeinsamen Wohnhaus in Togane, Japan.